Der Brunnen auf dem Marktplatz
ein Text von Bernd Felgenträger
Inhaltsverzeichnis
- Frühjahr 1938
- Mai 1938
- Sommer 1938
- Oktober 1938
- 7. April 1939
- 7. Oktober 1955
- Frühjahr 1959
- Sommer 1995
- Geschichte der Eimer
- Bilder
Frühjahr 1938
Reichsweite Aktion: „Verschönerung des Stadtbildes“, daraus folgend ein Beschluss der Stadtverordnetenversammlung Schöningens, ein Brunnendenkmal zu errichten.
Eine eingesetzte Denkmalkommission entschied, dass eine Wasserträgerin zur Erinnerung an die vielen Frauen, die im Stadtbild gegenwärtig waren, dargestellt werden sollte.
Der Architekt Kellner in Helmstedt fertigte einen Entwurf, der allerseits Zustimmung fand.
Mai 1938
Anfertigung eines Gips Modells unter Leitung von Theo Schmidt – Reindahl,
Leiter der Steinmetzschule Königslutter durch Pillipp Ohlbrich.
Weitere Figuren von T. Schmidt – Reindahl sind die Hygia vor dem Gesundheitsamt am Elzweg in Helmstedt sowie die Spinnerin am dortigen Heinrichsplatz.
In Schöningen im Wallgarten findet sich noch die von ihm gefertigte Figur des Salzträgers.
Das Wassermaidmodell wurde im Geschäft Dobberkau, bronzefarben bemalt, der Bevölkerung präsentiert.
Sommer 1938
Anfertigung eines 1:1 Holzmodells und Durchführung verschiedener Stellproben im August 1938, so auch vor dem Rathaus und der Durchfahrt zum Brauhof.
Da bereits im Winter 37/38 die zahlreichen Bäume vor dem Rathaus infolge der daraus resultierenden Verschattung der Amtszimmer gefällt worden waren, wählte man den nun freien Standplatz vor dem Rathaus aus.
Oktober 1938
Auftrag an die renommierte Eisen – und Bronzegießerei Lauchhammer im gleichnamigen Ort im heutigen Landkreis Oberspreewald-Lausitz.
7. April 1939
Einweihung des Wasserträgerinnenbrunnens durch den Bürgermeister Dr. Scheifele.
7. Oktober 1955
Aufstellung eines neuen Brunnenbeckens, jetzt in runder Form, da der ursprüngliche eckige Brunnenkörper in Folge starken Wasserverlusts nicht mehr genutzt werden konnte.
Frühjahr 1959
Anbringung von Blumenkästen am Brunnendenkmal.
Sommer 1995
Änderung des Standplatzes des Brunnens auf den heutigen Platz im Zuge der Neugestaltung des Marktgeländes und Errichtung eines Geschichtsbrunnens im Westbereich.
Geschichte der Eimer
Zu bemerken ist noch die Geschichte der Eimer.
Bereits vor langer Zeit sind die originalen Eimer gestohlen worden. Zwar waren sie während des WK II eingelagert, dennoch wurden infolge Diebstahl Nachbauten aus Kupfer gefertigt, die jedoch auch immer wieder Dieben zum Opfer fielen
Dieter Valentini aus Hoiersdorf fertigte in den 90 er Jahren zwei schöne Eimer aus Kupfer, von denen auch einer entwendet wurde. Das zweite Exemplar ist heute in der Wassermaid Vitrine im Heimatmuseum zu sehen. Daraufhin wurden seitens der Stadt zwei Holzeimer montiert, die jedoch infolge der Größe nicht den originalen Eimern entsprachen. Da die Lackierung zudem deutlich von der heutigen Farbe der Figur abwich, erfolgte hier eine Nachbesserung durch den Heimatverein.
Durch Witterungseinflüsse kam es jedoch zu einer Zerstörung der Eimer, sodass diese wiederum durch Holzeimer, diesmal kleiner ( 5 ltr. ) passend zur Größe der Figur, ersetzt wurden.
Es zeigte sich, dass die Holzeimer sehr schnell Schaden nehmen, sodass nunmehr seit 2023 Edelstahleimer, farblich angepasst, montiert sind. Der Vorschlag an die Stiftung Scahaninghi, der Maid passende Bronzeimer zu beschaffen, wurde nicht angenommen.
Bilder










